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Das Nibelungenlied und die Burgunder
Uns ist in alten mären wunders vil geseit Von helden lobebären von grôzer arebeit Von fröuden hôchgezîten von weinen und von klagen Von küener recken strîten muget ir nu wunder hören sagen
Ez wuohs in Burgonden ein vil edel magedîn Daz in allen landen nicht schöners mohte sîn Kriemhilt geheizen si wart ein scöne wîp Dar umbe muosen degene vil verliesen den lîp
Der minneclîchen meide triuten wol gezam Ir muoten küene recken niemen was ir gram Âne mâzen schöne sô was ir edel lîp Der juncvrouwen tugende zierten anderiu wîp
Ir pflâgen drîe künege edel unde rîch Gunther unde Gêrnôt die recken lobelîch Und Gîselher der junge ein ûz erwelter degen Diu vrouwe was ir swester die fürsten hetens in ir pflegen
Die herren wâren milte von arde hôhe erborn Mit kraft unmâzen küene die recken ûz erkorn Dâ zen Burgonden sô was ir lant genant Si frumten starkiu wunder sît in Etzelen lant
Ze Wormez bî dem Rîne si wonten mit ir kraft In diente von ir landen vil stolziu ritterscaft Mit lobelîchen êren unz an ir endes zît Si sturben sît jämerlîche von zweier edelen vrouwe uns ist in alten mären wunders vil geseit Von helden lobebären von grôzer arebeit Von fröuden hôchgezîten von weinen und von klagen Von küener recken strîten muget ir nu wunder hören sagen
Ez wuohs in Burgonden ein vil edel magedîn Daz in allen landen nicht schöners mohte sîn Kriemhilt geheizen si wart ein scöne wîp Dar umbe muosen degene vil verliesen den lîp
Der minneclîchen meide triuten wol gezam Ir muoten küene recken niemen was ir gram Âne mâzen schöne sô was ir edel lîp Der juncvrouwen tugende zierten anderiu wîp
Ir pflâgen drîe künege edel unde rîch Gunther unde Gêrnôt die recken lobelîch Und Gîselher der junge ein ûz erwelter degen Diu vrouwe was ir swester die fürsten hetens in ir pflegen
Die herren wâren milte von arde hôhe erborn Mit kraft unmâzen küene die recken ûz erkorn Dâ zen Burgonden sô was ir lant genant Si frumten starkiu wunder sît in Etzelen lant
Ze Wormez bî dem Rîne si wonten mit ir kraft In diente von ir landen vil stolziu ritterscaft Mit lobelîchen êren unz an ir endes zît Si sturben sît jämerlîche von zweier edelen vrouwe
Zunächst. Das Nibelungenlied ist uns anonym überliefert. Von daher sind alle Spekulationen fragwürdig, wer der Verfasser gewesen sei.
Auch die glaubwürdigsten Identifizierungsversuche müssen daran scheitern, dass wir den Namen des Verfassers nicht wissen.
Das Nibelungenlied erinnert weniger an ein bestimmtes, historisch fassbares Ereignis, als vielmehr an eine große Anzahl von Personen aus der Zeit von 400 – 1200.
Bei einigen wie Gunther(Die Franken waren die Nachfolger der Burgunder, deren König Gunther in der Sage mit Brünhild verheiratet ist.), Brünhild (Historischer Kern ist die Geschichte der Merowingerkönigin Brunichild, die zeitweilig in Worms residierte.), Etzel , Dietrich, Gêre, Pilgerîn, Ritschart (Richard Löwenherz) sind die historischen Beziehungen ziemlich deutlich. Bei anderen wie Irnfrit, und Dancrât kann man sie immerhin noch erkennen.
Welche historische Vorbilder Siegfried(ev. fließt in die Geschichte der ripuarischen Häuptling Sigebert mit ein , der auf Betreiben seines Sohns im Wald ermordet wurde und identifizierten ihn mit Brunichilds Gatten Sigibert I., der ebenfalls ermordet wurde.), Volker und Rüedegêr haben, kann man nur noch raten. Weil wir über z.B. die Dänen und Sachsen der Völkerwanderungszeit nur wenig wissen, können wir nicht wissen, was hinter der Sage vom Sachsenkrieg in der Saga wirklich steht. Dass Worms die Hauptstadt der historischen Burgunder war, ist nicht unwahrscheinlich, lässt sich aber auch nicht beweisen. Grund für diese Behauptung könnte gewesen sein, dass die merowingische Königin Brunichild tatsächlich eine Zeitlang in dieser Stadt residiert hatte. Da sie in der Sage mit Gunther verheiratet war, musste man annehmen, dass dieser auch in Worms gewohnt hatte. Eher scheint die Heerfahrt nach Osten eine Anspielung auf die Kreuzzüge zu sein: • 2. Kreuzzug mit Untergang des deutsch-französischen Heers 1147-49 • 3. Kreuzzug mit Tod Barbarossas und Gefangenname von Richard Löwenherz 1189-92). Beide Züge gingen die Donau abwärts über Ungarn. Bei den Hunnen denkt der Dichter weniger an das spätantike Reitervolk als vielmehr an die damalige Großmacht im Osten: Byzanz. Die Anspielungen auf die Reise der Bertha von Sulzbach und den 2. Kreuzzug machen wahrscheinlich, dass die Urfassung des Nibelungenlieds bald nach dem Ende des 2. Kreuzzugs geschrieben wurde; wegen der Erwähnung des "Ritschart" = Löwenherz muss das Lied Ende des 11er-Jahrhunderts noch einmal überarbeitet worden sein (Richard war 1192-94 in deutscher Gefangenschaft).
Was wissen wir – oder glauben zu wissen – über die Burgunder:
Das Volk oder der Stamm der Burgunden, auch Burgunder, wird den Ostgermanen zugerechnet. In der Spätantike begründeten sie an der Rhône ein eigenständiges Reich, das im 6. Jahrhundert im Frankenreich aufging.
Die ältere Forschung ging auf Grund der viel später entstandenen Herkunftssagevon einem Ursprung der Burgunden in Skandinavien aus. Aus heutiger Sicht muss dies aber als Topos der antiken Geschichtsschreiber zurückgewiesen werden. Eine eigene Herkunftssage haben die Burgunden nicht hinterlassen. Plinius der Ältere erwähnte sie zuerst, und zwar als Burgundiones, und bezeichnete sie als Teilvolk der Vandilier. Tacitus nennt diesen Namen nicht. Die wichtigste historische Nachricht über die ursprünglichen Siedlungsgebiete der Burgunden überlieferte der Geograf Ptolemäus (2,11) für die Mitte des 2. Jahrhunderts. Danach lebten sie östlich der Semnonen und nördlich der Lugier zwischen der Vistula (Weichsel) und dem die westliche Grenze bildenden Fluss Suebus (Oder-Spree-Havel-Unterlauf), das heißt im heutigen Westpolen (Hinterpommern) und Teilen Brandenburgs. Archäologisch gesehen sind die frühesten Siedlungsgebiete der Burgunden vielleicht in einer Kulturgruppe fassbar, die als Lebus-Lausitz-Gruppe oder Luboszyce-Kultur bezeichnet wird und die ihren Schwerpunkt an der mittleren Oder in den Gebieten des heutigen Brandenburg, Westpolen (Hinterpommern) und der Lausitz hatte. Östlich der Weichsel im Sarmatenland siedelten laut Ptolemäus von Nord nach Süd die Veneder (an der Küste), die Gythonen (Goten), und noch weiter südlich die Frugundionen, die möglicherweise ein Teilstamm der Burgunden waren, die sich vor den Vandalen schützend den Goten angeschlossen hatten. Der Historiker Zosimos (um 500) erwähnt solche Splittergruppen, Urugunden genannt, beim Einfall verschiedener Völker in das Römische Reich an der unteren Donau um 256/257. Diese östliche Gruppe von Burgunden scheint sich bis ins Gebiet des Asowschen Meeres ausgebreitet und vollkommen mit den Hunnen assimiliert zu haben, nachdem sie um 291 von den Goten fast vollständig geschlagen wurden. Wie bei allen spätantiken gentes ist allerdings auch bei den Burgunden davon auszugehen, dass nicht ganze „Völker“ wanderten, sondern nur kleine Gruppen, wobei im Erfolgsfall größere Verbände entstehen konnten, die sich immer wieder neu zusammensetzten und dabei auf einen „Traditionskern“ beriefen, zu dem insbesondere ein älterer, prestigeträchtiger Name („Goten“, „Burgunden“ etc.) gehörte. Die moderne Forschung (Herwig Wolfram u.a.) nimmt zudem an, dass diese „Großstämme“ zumeist erst durch den Kontakt mit dem Römischen Reich entstanden. Im Zuge der Südbewegung verschiedener germanischer Gruppen verließen wohl auch Teile der Burgunden ihre Siedlungsgebiete an der Oder. Die erste sichere Erwähnung von Gruppen, die sich als Burgunden bezeichneten, im Rhein-Donau-Gebiet gehört in das Jahr 278, als sie mit Vandalen verbündet unter dem Anführer Igillos (Igilo) von den Römern unter Kaiser Probus am Fluss Ligys (wohl der Lech bei Augsburg) geschlagen wurden. Diese Niederlage führte offenbar dazu, dass Burgunden in der Folgezeit als östliche oder nördliche Nachbarn der Alamannen auftraten und die Gebiete am Main besiedelten, die durch den Abzug der Alamannen ins Dekumatland ausgedünnt waren. Im Jahre 286 fielen Burgunden gemeinsam mit Alamannen, Herulern und Chaibonen in linksrheinisches Gebiet (Gallien) ein.
Nur kurz darauf, im Jahr 291 wird zum ersten Mal über Streitigkeiten zwischen Burgunden und Alamannen berichtet, als Burgunden offenbar Gebiete der Alamannen besetzten. Als sich im vierten Jahrhundert die Feindseligkeiten zwischen Römern und Alamannen verstärkten, traten die Burgunden zunehmend als Verbündete der Römer gegen die Alamannen auf.
Nach dem Abzug eines großen Teiles der römischen Truppen vom Rhein im Jahr 401 war der Weg über den Fluss frei.
Der Übergang bei Mainz am 31. Dezember 406- (Der Rheinübergang von 406 bezeichnet in der historischen Forschung den Übergang mehrerer germanischer Gruppen über den Rhein und ihr damit verbundenes Eindringen in die Westhälfte des Römischen Reiches zum Jahreswechsel 406/07. - Prosper Tiro von Aquitanien dazu: „CCCLXXIX. Arcadio VI et Probo. Wandali et Halani Gallias traiecto Rheno ingressi II k. Ian.“ OderJ „Als Arcadius (zum sechsten Mal, d. h. 406) und Probus Konsuln waren, fielen Vandalen und Alanen nach der Überquerung des Rheins in Gallien ein, einen Tag vor den Kalenden des Januar.“) -setzte vermutlich die Landnahme des nördlichen Alamannenlandes bis zum unteren Neckarbergland voraus. Die verbliebenen römischen Truppen und die in weströmischen Diensten kämpfenden Franken wurden von Vandalen, Sueben, Alanen und Burgunden überrannt Wo genau aber die Siedlungsgebiete der Burgunder am Main um das Jahr 400 lagen, ist trotz intensiver Forschung immer noch weitgehend unbekannt. Aus den Gebieten um Kocher und Jagst liegen keine entsprechenden ostgermanischen Funde vor, obwohl in dieser Gegend häufig jene Salzquellen gesucht werden, um die Burgunder und Alamannen in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts nach Ammianus Marcellinus kämpften. Wahrscheinlich lag das burgundische Territorium seit dem Ende des 4. Jahrhunderts im Mainmündungsgebiet und im Bereich vom unteren Neckar bis zum Rhein.[1] Die Burgunden zogen nach dem Rheinübergang nicht weiter nach Gallien, sondern schlossen wie auch die Alamannen und Franken einen Vertrag (foedus) mit dem römischen Usurpator Konstantin III. Wo genau sie sich allerdings in der Folgezeit niederließen, ist umstritten. Nach Olympiodoros von Theben (dessen Werk aber nur in Fragmenten erhalten ist) erhoben im Jahr 411 die Burgunden unter ihrem Anführer Gundahar (auch als Gundihar oder Guntiar überliefert) gemeinsam mit den Alanen unter Goar in Mundiacum in der Provinz Germania II den Gallorömer Jovinus zum Gegenkaiser. Die ältere Forschung hat dies in der Regel dahingehend „verbessert“, dass das unbekannte Mundiacum mit Moguntiacum (=Mogontiacum bzw. Mainz) in der Provinz Germania I gleichgesetzt wurde. Dies wird mittlerweile jedoch vermehrt in Frage gestellt. Ergänzt werden die spärlichen Hinweise auf ein Burgundenreich am Rhein ansonsten nur durch die Notiz des Prosper Tiro von Aquitanien zum Jahr 413 über die Ansiedlung der Burgunden am Rhein. Dabei wurde der Bündnisvertrag offenbar noch einmal erneuert, und die Burgunden verpflichteten sich, gemeinsam mit weströmischen Truppen als foederati die Rheingrenze zu sichern. Etwa 20 Jahre lang funktionierte dieses Arrangement recht gut, und Westrom konnte den Rhein noch einmal in seiner ganzen Länge beherrschen. Um 420 behauptet Orosius, die Burgenden seien nunmehr Christen und seien keine Feinde mehr, sondern Beschützer der Römer . Vermutlich um diese Zeit entstand auch die von Orosius in diesem Zusammenhang überlieferte, aber falsche Etymologie des Namens Burgundi als „diejenigen, welche die burgi (Kastelle) besetzen“. Doch Gundahars Bemühungen, seinen Machtbereich nach Westen (in die Provinz Belgica I) auszudehnen, brachte die Burgunden bald nach 430 in Konflikt mit den Römern. Im Jahr 435 wurde ein burgundisches Heer vom weströmischen Heermeister Aëtius besiegt und musste sich wieder in die Germania I zurückziehen. Ein Jahr darauf wurde das Burgundenreich am Rhein von hunnischen Hilfstruppen Westroms endgültig vernichtet. Dieses Ereignis stellt den historischen Kern des Nibelungenepos dar - wobei Attila, das Vorbild für den „Etzel“ der Sage, in Wahrheit keine Rolle beim Untergang des rheinischen Burgundenreiches spielte. Das um 1200 entstandene Nibelungenlied nennt dieses Volk Burgonden; das Burgund des 12. Jahrhunderts lag jedoch um Arles, während die Burgunden des 5. Jahrhunderts von ihrem Reich am Rhein in die Gegend südlich des Genfer Sees ausgesiedelt wurden. Um die Unterschiede zu betonen, wird teils gefordert, das Volk der Nibelungensage als Burgunden, das historische Volk als Burgunder zu bezeichnen. Die burgundische Niederlage gegen die Römer unter Aetius war der Anlass ihrer nach römischem Einquartierungsrecht vollzogenen Umsiedlung im Jahre 443 als Föderaten in die heutige Westschweiz und nach Sapaudia (wohl das heutige Savoyen). Ein Versuch der Ausdehnung in Richtung Mittelmeer scheiterte am Widerstand der dort siedelnden Goten. 451 kämpften die Burgunden an der Seite der Römer auf den Katalaunischen Feldern gegen die Hunnen und Ostgoten. Danach kam es zu einer engeren Anlehnung an das Römische Reich und ab etwa 500 zum teilweisen Zusammenschluss mit den Franken. Nachdem das immer gespannte Verhältnis zu den Goten kurzfristig entspannter war, wurden die Burgunden 507/8 von Theoderich militärisch geschlagen. Kurz darauf gelang ihnen unter König Gundobad aber eine erneute Ausweitung des Herrschaftsgebietes entlang der Rhône. Das Reich umfasste außer der Westschweiz und dem heutigen Burgund auch die Deutschschweiz um Basel und Solothurn bis zur Aare, das Wallis, Aosta, Savoyen, die Dauphiné und das Rhônetal bis hinunter nach Avignon. Gundobad ließ 516 das in seinem Land geltende Volksrecht aufschreiben, die Lex Burgundionum, eine Mischung aus überliefertem römischen Provinzrecht und germanischen Einflüssen. Die Burgunden wurden von der romanischen Bevölkerung schnell assimiliert. Ihre Einwanderung in die Schweiz und nach Burgund bewirkte keine langfristige Verschiebung der Sprachgrenze, anders als die nachfolgende Einwanderung der Alamannen. Zum oströmischen Kaiser, dem formellen Oberherrn, unterhielt man insgesamt gute Beziehungen, was sich unter anderem darin ausdrückt, dass viele Könige der Burgunden den Titel eines magister militum verliehen bekamen. Unter den folgenden Königen Sigismund, dem ersten Burgundenkönig, der den hohen römischen Ehrentitel eines Patricius trug, und Gundomar wurde das Burgundenreich wieder verstärkt in den Konflikt zwischen Franken und Ostgoten verwickelt, wechselte aber die Seiten. 523 und 524 griffen die Franken Burgund an, das sich nun an das Ostgotenreich des Theoderich I. in Italien anlehnte. Nach Theoderichs Tod 526 verloren die Burgunden 532 bei Autun endgültig gegen die Franken und mussten die politische Selbstständigkeit aufgeben. Das Reich teilten die Frankenkönige Chlothar I., Childebert I. und Theudebert I. unter sich auf. Innerhalb des fränkischen Reiches bestand weiterhin ein Reichsteil, der als Burgundia bezeichnet wurde.
Wo könnte (wenn es denn einen gab der Niebelungenschatz versteckt sein: http://ritter-pitter.de/loesung_teil2.htm http://www.planet-wissen.de/alltag_gesun..._nibelungen.jsp /
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