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Sie fand Jahr 929 im heutigen Grenzgebiet zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg statt (Redarier siedelten südlich und östlich des Tollense-Sees und im oberen Havelgebiet.)
Auslöser war ein Heereszug des deutschen Königs Heinrich I – er wollte seine Grenzen sichern und die Slawischen Stämme der Obodriten ,Lutizen und Daleminzer sowie der Heveller ein für allemal unterwefen , damit sie nicht mehr sein Reich räuberisch betreten würden,
Zuerst wandte er sich den Hevellern und ihrer Hauptburg , der Brennaburg und der Hauptburg Jana der Daleminzier (im Land der Daleminzier gründete er gar ein befestigtes Lager für seine Truppen , später wurde es ausgebaut zur Burg Meißen , sehr lange war sie ein wichtiger Brückenkopf in den Slawengebieten) zu und eroberte sie in einem einzigen Feldzug.
Die Brennaburg lag – wie viele solcher Burgwälle an einen oder in einen natürlichen Hinderniss – nämlich mitten im Sumpf. König Heinrich aber führte seine Truppen aber im Winter zum Kampf. Der gefrorene Sumpf konnte seine Truppen ebenso wenig aufhalten wie das Wasser das die verzweifelten Verteidiger auf die hölzernen Palisaden schütteten um sie Eisglatt zu machen . .
Danach drang Heinrich weiter in die Gebiete der "Daleminzer", "Obodriten" und "Lutizen" vor und unterwarf auch sie.
Nach einem Abstecher nach Prag (wenn wir schon in die Schlacht ziehen , dann richtig) und die Unterwerfung des böhmischen Herzog "Wenzel I. zog die Armee wieder gen zuhause , nicht ohne vorher den besiegten und unterworfenen Slawen Tributzahlungen und Verträge aufzubürden – wehe den Besiegten…..
Natürlich brodelte es ….
Die Redarier auch sie waren Otto I. tributpflichtig: In einer Urkunde vom 5. Juni 973 werden sie als „Riedere“ unter den zehntpflichtigen Völkern genannt . Sie waren ein Hauptstamm da auf ihrem Stammesgebiet das Zentralheiligtum aller Westslawen , (bis zu seiner Zerstörung im Winter 1068/69) lag(ebenso beanspruchte der Stamm der Tollenser diese Vorrangstellung innerhalb des Liutizen-Bundes – die vier Kernstämme der Lutizen bildeten die Zirzipanen, Redarier, Tollenser und Kessiner).

Die Redarier sammelten sich – vorher befragten sie wie es bei ihnen Sitte war das Orakel von Rethra -in Rethra gab es ein Orakel, in dem ein heiliges weißes Roß als Medium benutzt wurde , en weiteres Orakeltier in Rethra war ein heiliger Eber.
Es ist aus Rethra auch ein Menschenopfer belegt, nämlich der mecklenburger Bischof Johannes im Jahre 1066.
Die "Redarier" überschritten die Elbe und belagerten die deutsche Burg Walsleben (http://www.burgeninventar.de/html/saan/STEN_big.html#887) – grausame Rache übten sie nach der Eroberung der Burg indem sie alle Überlebenden niedermetzelten.
Nachdem weitere Slawenstämme - wie Wilzen und Abodriten – sich ihnen angeschlossen hatten und so ein großes Heer versammelt hatten , kam es zur Schlacht zwischen ihnen und einem sächsisch-deutschem Heer , dasvon em Grafen "Berhard" und "Thietmar" angeführt wurde. Der Ort der Schlacht : die Slawenburg Lenzen , am Westufer der Elbe.

Das genaue Datum der Schlacht ist uns bekannt : 4. September 929
Ursprünglich wollten die Slawen in der Nacht vom 3. zum 4. September selbst angreifen, doch dieser Plan wurden den deutschen Heerführern durch Überläufer und Kundschafter zugetragen. Markgraf Thietmar und sein Kollege, Graf Bernhard, beschlossen, die gesamte Armee über Nacht unter Waffen zu halten. Der Chronist Widukind von Corvey , von dem die Beschreibung der Schlacht stammt , berichtet dazu:
"Die Nacht war dunkler und stürmischer als gewöhnlich, der Himmel mit schweren Wolken bezogen, der Regen goß in Strömen herab, und die Herzen der Krieger waren geteilt zwischen Kampfeslust und banger Sorge. Bei solchem Wetter aber sank den Wenden [=Slawen] der Mut, und sie unterließen den Angriff." Am nächsten Morgen jedoch, "als die Sonne heiter aufging, - in heller Bläue strahlte der Himmel nach dem Regen - rückten sie [die Deutschen] mit wehenden Fahnen aus dem Lager [...] und sahen, wie aus den nassen Kleidern der Wenden ein dichter Dunst zum Himmel emporstieg, während sie selbst das klarste Licht rings umfloß."
Mit beschriebenen Kampfeswut stürmte das Fußvolk des Sächsisch-Deutsche Heeres vor , konnte die Linie der Slawen jedoch nicht durchbrechen , ihr Angriff scheiterte , blieb stecken und sie mussten sich zurückziehen.
Jedoch hatten die Deutschen einen Vorteil , ihre neu aufgestellte Panzerreiterei – eine wahrlich schlagkräftige Reiterei- und diese setzten sie ein.
In die Seite stieß die Panzerreiterei und durchpflügte ihre Reihen – ein wildes Durcheinander war nun das was vorher noch feste Schlachtlinien waren. Von vorne schwegte das Sächsisch-Deutsche Fußvolk nun wieder und bedrängte nun ebenfalls das demoralisierte feindliche Heer. Die Reiterei schnitt ihnen jeden Weg ab , verfolgte die feindlichen Krieger , die längst nur noch versuchten ihr Heil in der Flucht zu suchen. Für die meisten vergebens…
Stille …
Widukind dazu: "Man habe von 200.000 Toten gesprochen", schreibt Widukind, und - nachdem am nächsten Tag die Besatzung der Lunkiner Burg kapitulierte: "So, mit grausamer Strenge, wurde der Kampf gegen die Slawen geführt; man kannte keine Schonung, nur Knechtschaft und Tod." Auch wenn 200.000 Tote wohl übertrieben ist , geht man immerhin von 20.000 Toten aus - 20.000 toten Slawen . Die Zahl der toten Deutschen wird nicht erwähnt.
Mit reicher Kriegsbeute - Frauen, Kindern, Knechten und Schätzen - zogen die Sieger von dannen.
Zu den heidnischen Fürstensöhnen, die nach 929 in Klöstern erzogen wurden, gehörte auch der Sohn des Obotritenfürsten Uto Gottschalk. Als er1047 sein Reich übernahm, das von der Ostseeküste bis nach Lenzen reichte, war er ein eifriger Verfechter des Christentums und gründete mehrere Klöster, so auch in Lenzen, vermutlich auf dem Gelände des jetzigen Schulhofes.
Doch der Widerstand der heidnischen Bevölkerung wuchs immer mehr, vielleicht besonders deswegen, weil sich auf dem Ysekenberg, dem heutigen Marienberg, ein Heiligtum für die Verehrung der Wendengötter befand. So wurde Gottschalk am 7. Juni 1066 in der Kirche zu Lenzen auf Anstiftung seines Schwagers Blusso ermordet.
Damit war für fast ein Jahrhundert dieses Gebiet wieder rein heidnisch-slawisch.
Natürlich sollen die Toten bis heute keine Ruhe finden , so wollen es die Sagen jedenfalls.
Wehe wem die Toten begegnen.
So wird von einen Mann berichtet der gleich zwölf der erschlagenen Krieger sah – und kurz darauf im nassen Grab sein Ende fand.
In Gröbengraben hört an in den stillen Nächten oft ein Stöhnen und Quitschen.
Wehe dem der verweilt : es sind die Seelen der erschlagenen Wenden –zwischen Lenzen und Seedorf erscheinen sie im Glanz des Monlichtes in Panzer gehüllt , mit Schwert und Äxten .
Was ihnen gemein sein soll – alle tragen ihren Kopf unterm Arm….
Im Nebel der Moore sollen auch weiße Hunde – manche ohne Kopf jagen….
Auf dem Marienberge zu Lenzen soll dereinst ein Slawentempel wie in Rethra gestanden haben , die heiligen Orakelpferde sollen noch heute umherstreifen – besonders im fahlen Vollmondlicht .
So soll auch ein Pferd durchs mitternächtliche Lenzen traben- wohlgemerkt dreibeinig.
Wahrlich eine gespenstische Gegend….. /
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