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Sigurd



Stangenwaffen
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Als Stangenwaffen werden generell Waffen (Hieb - oder Stich oder auch Kombiniert) mit einer Länge teils über 250cm bezeichnet.

Neben den bekannten Speeren , Lanzen , dem römischen Pillum , gab es auch z.B. die Helmbarte , Glefe und die Kuge , die Runka und die Partisane Septum, Hakenspieß, Kriegsgabel und Sturmsenen.
Wurden einige speziell für den Kampf entwickelt , entwickelten sich einige aus Bäuerlichen Arbeitsgerät
wie etwa die oben erwähnte Kriegssense. In bestimmt
jeder Kriegergrab wurden Lanzen bzw. Speerspitzen
gefunden , zum einen , da sie sich jeder leisten konnte -
zum anderen wegen ihrer Effizienz z.B. Kavallerie gegenüber.Speere/Lanzen waren besonders in Formationen gefürchtet:
z.B. Phalanx bei den Griechen , Eberschnauze bei den Germanen.
Speerformationen oder Pikenformationen kamen besonders wieder im 13 und 15 Jahrhundert auf und
dienten vor allem zur der Reiterabwehr. War der
Ansturm gebrochen wurde meist Infanterie gegen Infanterie gegämpft - mit der Kavallerie wurde
meist in die Flanken oder in den Rücken gestoßen.

Wer sehen will wie Reiter gegen Stangenwaffen
anrennt , sollte das Spiel Rome-Total War spielen - klar spielte der psychologische Aspekt auch eine sehr große Rolle , mit einem Pferd sich einer gut disziplinierten , lanzenstarrenden Mauer entgegenzuwerfen - sicherlich nicht jedermanns sache.
Eberkopf:

Aufstellung Eberkeil: an seiner Spitze standen die am besten bewaffneten Krieger , das waren wiederum die Edler und Besitzenden. Die Flanken des Keils wurden durch
die dicht aneinander gehaltenen Schilde gedeckt.
Die gegnerische Linie wurde wie ein Rammbock aufgebrochen. Er war eine reine Angriffsformation.Mißlang der Durchbruch , war die Gefahr groß von den feindlichen
Flügeln umgangen und vernichtet zu werden.

Schildtron:

Der Schiltron war eine mittelalterliche Gefechtsformation, bei der die Soldaten dicht an dicht gedrängt stehen und ihre Spieße so auf den Angreifer richten, dass ein vom Gegner schwer zu durchbrechender „Wall“ entsteht-sehr
effektiv gegen angreifende Reiterei.
Im Prinzip wie die Phalanxformatioen der Antike-mit dem
Unterschied , dass die Spieße nach allen Seiten ragten um
ein Einfallen (z.B. duch flankierende Kavallerie ) zu verhindern. Die gesamte Formation ähnelte einen sich verkriechenden Igel (Taktikentwurf durch Naturbeobachtung??) .
Entwickelt wurde sie -na von wem wohl? Richtig ...von den
Schotten (während des Unabhängigkeitskrieges) als Gegenstrategie für die überlegene englische Kavallerie.
Erstmals wurde sie bei der Schlacht von Stirling Bridge am 11. September 1297 angewendet, die die schottischen Truppen nicht zuletzt durch diese Aufstellung für sich entscheiden konnten.

Vorteile gegenüber losen Formationen oder Schlachtreihen war der durch die Aufstellung gegebene Lanzenwall, der ein Angreifen durch Kavallerie und Infanterie sehr erschwerte. Auch hatte es der besser ausgerüstete Gegner so mit einer geschlossen kämpfenden Einheit zu tun, die die gegnerischen Soldaten unter Zuhilfenahme ihrer langen Spieße leicht auf Abstand halten konnte, bei Bedarf jedoch gemeinsam angriff. Weiterhin wird wohl die preisgünstige Ausrüstung der Truppen, die jeweils nur ihren Spieß und keine teuren Schwerter oder Rüstungen benötigten, eine Rolle gespielt haben.

Ähnlich der Phalanx setzte auch diese Formation ein erhebliches Maß an Diziplin vorraus- was durch ständiges
Exerzieren und den Sereanten sowie der Gewißheit:
Nur gemeinsam können wir Überleben:ließen sich einzelne Männer der Formationen dazu hinreißen, diese zu verlassen, um sich dem Kampf „Mann gegen Mann“ zu stellen oder fliehende Feinde zu verfolgen, wurden sie meist schnell niedergemacht.
Diese Einheiten waren in ihrer Formation relativ gut geschützt-die Kaivallerie und Infanterie legte sich lieber mit leichteren Gegnern an:Bogenschützen und avallerie.
Dies war nur ein Nachteil dieser starren Formation.
Der größte Nachteil für eine Truppe , deren Soldaten
so dicht gedrängt standen und noch dazu ein großer Teil von ihnen dem Gegner den ungeschützten Rücken oder die Seite zuwandte war die hohe Verletzlichkeit durch
Pfeile...zusammen mit relativer Unbeweglichkeit ; einer der Gründe, warum sie sich nie in großem Maßstab auf den Schlachtfeldern des Mittelalters durchsetzen konnte.

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